Mit dem Campingbus nach Frankreich

Mit dem Campingbus nach Frankreich

22. August 2018 0 Von Antonia

Mein Freund hat sich einen Traum erfüllt und einen ausgebauten Bus gekauft. Anfang August starteten wir damit die erste Fahrt. Von seinem Heimatdorf in der Nähe von Karlsruhe sollte es durch Frankreich bis zum Lac de Saint-Croix gehen.

Den ersten Stopp machten wir an einem Baggersee bei Freiburg in der Nähe des kleinen Dorfes Niederrimsinger. In einem kleinen Wäldchen, umgeben von Maisfeldern, liegt der türkisblaue See. An dem warmen Sommertag waren selbst bei beginnender Dämmerungen noch viele Badegäste im Wasser und genossen das kühle Nass.

Nach der ersten Nacht im Bus ging es über die Grenze nach Frankreich und wir fuhren bis zum Lac du Bourget. Der größte See Frankreichs hat eine Fläche von 44,5 km², dehnt sich in Nord-Süd-Richtung aus und ist umgeben von den Ausläufen des Juragebirges. Hier parkten wir direkt am See und sprangen nach der langen Fahrt im aufgeheizten Bus auch direkt ins Wasser. Dank Kühltasche und einem großen Beutel Eiswürfel, den es in jedem Supermarkt zu kaufen gibt, konnten wir am Abend sogar ein kühles Bier genießen.

Unsere nächste Etappe führte uns zum Ziel unserer Reise, dem Lac de Saint-Croix. Der Stausee liegt im Süden Frankreichs, in der Nähe von Aix-en-Provence. Die erste Nacht verbrachten wir hier auch direkt am See an einem Kieselstrand, um uns herum viele weitere Bus-Camper. Zum Abendessen gab es Nudeln mit Tomaten-Thunfisch-Soße, natürlich vom Gaskocher. Mit den Campingstühlen vor dem Bus und einem Glas Wein in der Hand ließen wir den Abend ausklingen.

Für die zweite Nacht am Lac de St. Croix mieteten wir uns einen Stellplatz auf dem Campingplatz Les Roches im Ort Sainte-Croix-du-Verdon, am gegenüberliegenden Ufer des Sees. Eine richtige Dusche war nötig und wir wollten auf Empfehlung in ein Restaurant gehen. Das Abendessen im L’Actuel war dann tatsächlich auch ganz ausgezeichnet und wir genossen es, mal einen Abend nicht in Campingstühlen zu sitzen.

 

Auf der Rückreise nach Deutschland haben wir keinen Zwischenstopp gemacht und sind direkt durchgefahren. Die Fahrt am Stück war zwar sehr lange, aber in Freiburg wartete eine Geburtstagsfeier bei Freunden, die wir uns nicht entgehen lassen wollten.

Insgesamt haben wir in Frankreich mehr oder weniger wild gecampt. Grundsätzlich ist das nach meiner Recherche verboten und nur mit Einschränkungen erlaubt. Da wir in ländlichen Regionen unterwegs waren und auch nicht mit dem Zelt, sondern nur mit dem Bus, war es aber kein Problem. An einem Abend ist die Polizei mit dem Boot eine Kontrollrunde auf dem See gefahren, aber nur um offenes Feuer zu reglementieren. Das Campen in den Bussen wurde geduldet.

Wild Campen

Tipp: Einen Platz suchen wo schon andere Camper stehen und diese Ansprechen ob es Probleme gab. Ansonsten lieber eine Nacht mehr auf dem Campingplatz verbringen.
Generell gilt: Wer wild campt sollte respektvoll mit der Natur umgehen und darauf achten seinen Müll mitzunehmen.